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	<description>Carinas Hundeakademie Hundeschule in Viersen, Mönchengladbach, Krefeld, Neuss, Schwalmtal</description>
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		<title>Training planvoll gestalten mit Kynoharmony</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carina Scheller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 May 2025 19:27:09 +0000</pubDate>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p class="p1" style="text-align: left;"><strong><span class="s1">Planvolles Training – Was bedeutet das eigentlich?</span></strong></p>
<p class="p1" style="text-align: left;"><span class="s1">Als Hundetrainerin ist es mir besonders wichtig, nicht einfach „irgendwie“ ins Training zu starten. Gutes Hundetraining sollte planvoll (abgestimmt auf den Hund, den Menschen und ihre individuelle Situation) gestaltet werden, vor allem, wenn wir es mit Problemverhalten zu tun haben. Doch was heißt das genau?</span></p>
<p class="p1" style="text-align: left;"><span class="s1">Bevor ich mit Mensch und Hund arbeite, steht die Aufklärung im Mittelpunkt. Wer versteht, warum und wie ein bestimmtes Verhalten entsteht und wie Lernen beim Hund funktioniert, kann Training viel bewusster und nachhaltiger gestalten. Dabei geht es um grundlegende Themen wie Genetik, Lerntheorie, Rassedispositionen, Charaktereigenschaften und natürlich darum, warum ich als Trainerin gewisse Methoden wähle. Nur wenn dieses Verständnis da ist, kann eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe stattfinden – sowohl zwischen Mensch und Hund als auch zwischen Trainer:in und Halter:in.</span></p>
<p class="p1" style="text-align: left;"><span class="s1">Zwar arbeite ich nach einem bewährten Trainingsschema, doch jeder Hund und jeder Mensch bringt eigene Voraussetzungen mit. Trainingsstand, Lebensumfeld, Beziehung, Bedürfnisse und Ziele unterscheiden sich von Fall zu Fall. Deshalb braucht es zwar eine klare Struktur – aber keine starren Abläufe. Ein Beispiel: Ein Hund soll lernen, an lockerer Leine zu laufen. Daher stellt sich zunächst die Frage:<span class="Apple-converted-space">  </span>Hat der Hund überhaupt verstanden, was von ihm erwartet wird? Hatte er je eine echte Chance, das gewünschte Verhalten im Aufbau zu lernen, sich am Menschen zu orientieren? Wenn dies vorab mit dem Hund in verschiedenen Kontexten besprochen wurde, und der Hund dazu in der Lage ist, das Verhalten zu zeigen, können wir hingehen, und den Hund das unerwünschte Verhalten (an der Leine ziehen) durch eine Strafe verbieten. Daher stellen wir uns die Frage: möchte ich ein neues Verhalten aufbauen oder möchte ich ein bestimmtes Verhalten verbieten? So unterschiedlich ist dann der Trainingsansatz.</span></p>
<p class="p1" style="text-align: left;"><strong><span class="s1">Regeln, Konsequenz und Klarheit 🫶</span></strong></p>
<p class="p1" style="text-align: left;"><span class="s1">Bevor ich aber gezielt an Themen wie Leinenführigkeit arbeite, werfe ich gerne einen genauen Blick auf die Beziehungsstruktur zwischen Mensch und Hund. Akzeptiert der Hund vom Menschen aufgestellte Regeln? Und ist der Mensch überhaupt in der Lage, diese konsequent und konsistent zu vermitteln? Oft zeigt sich schon im Alltag, ob hier Unklarheit herrscht: Ein Couchverbot, das mal gilt und mal nicht, ist für den Hund schlicht unverständlich. Oder der Hund wird auf einen festen Platz geschickt (weil er irgendwie grade mal nervt), legt sich dann aber irgendwo anders hin – und das wird kommentarlos hingenommen, weil es ja okay ist, dass der Hund erstmal Ruhe gibt. Solche Situationen lassen beim Hund den Eindruck entstehen, dass Regeln verhandelbar sind und der Mensch nicht in der Lage ist, diese konsequent durchzusetzen. Klare Kommunikation und einheitliches Verhalten sind daher essenziell.</span></p>
<p class="p1" style="text-align: left;"><strong><span class="s1">Wer bewegt eigentlich wen?</span></strong></p>
<p class="p1" style="text-align: left;"><span class="s1">Oft sind es tatsächlich die Hunde, die den Menschen bewegen<span class="Apple-converted-space">  </span>– nicht umgekehrt. Ein Blick, ein Pföteln, ein Spielansatz, etwas Demut, und schon schenken wir die gewünschte Aufmerksamkeit. So lernt der Hund schnell, mit bestimmten Strategien seine Menschen zu „bewegen“. Vielleicht sollten wir einfach mal mehr die Aufmerksamkeit auf uns und unsere Bedürfnisse lenken und den Hund nicht immer im Mittelpunkt stehen lassen. Das bedeutet nicht, dass man seinen Hund ignorieren soll. Es geht vielmehr darum, bewusst auch mal seine eigene Prioritäten in den Vordergrund zu stellen. Aufmerksamkeit sollte nicht immer und bei jeder Kleinigkeit<span class="Apple-converted-space">  </span>vergeben werden, sondern bewusst. Ich muss mich nicht für meinen Hund interessant machen, sondern relevant. Das stärkt die Führungsrolle des Menschen – nicht durch Kontrolle, sondern durch Klarheit.</span></p>
<p class="p1" style="text-align: left;"><strong><span class="s1">Management vs Training &#8211; ein oft unterschätzter Unterschied</span></strong></p>
<p class="p1" style="text-align: left;"><span class="s1">Im Alltag gibt es Situationen, in denen konsequentes Training schlichtweg nicht möglich ist. Wer in einem wichtigen Meeting mit dem Chef sitzt, kann nicht gleichzeitig aufpassen, ob der Hund auf die Couch springt, bzw. das Verbot durchsetzen. Vielleicht ist das Taining dahingehend noch nicht abgeschlossen. In solchen Momenten kommt Management ins Spiel: Ich verhindere, dass unerwünschtes Verhalten überhaupt auftritt – etwa indem ich den Hund einfach anleine oder einen Raum begrenze. Das ist keine Schwäche, sondern kluge Planung. Wichtig ist dabei: Management ist kein Ersatz für Training – aber es sichert Trainingsfortschritte und schützt die Beziehung. Oft kann ich nicht immer alle Regeln durchsetzen. Entweder weil ich es nicht kann, oder der Hund einfach noch nicht so weit ist. Aber wenn, dann müssen diese Regeln immer gelten. Daher ist Management ein wichtiger Bestandteil im Hundetraining.</span></p>
<p class="p1" style="text-align: left;"><span class="s1">Verhalten entsteht immer im Kontext. Daher ist das <strong>Kontextspezifische Lernen</strong> ebenfalls ein wichtiger Bestandteil. Ein Hund, der im Training schön an der Leine läuft, kann das unter Ablenkung und unter gewissen Schwierigkeitsstufen evtl. noch nicht automatisch umsetzen. Deswegen arbeite ich mit klaren Rahmenbedingungen und dadurch feste Regeln und Verbote in einem abgestimmten Kontext. Für den Freizeitmodus kann bspw. die Leine am Geschirr befestigt sein. Hier ist es schlichtweg erstmal egal, wenn der Hund zieht. In Trainingssituationen kommt das Halsband oder eine spezielle Leine ins Spiel – und damit klare Regeln, die ich als Mensch immer durchsetzen werde. Das Ziel ist anfangs nicht, überall eine perfekte Leinenführigkeit zu erwarten, sondern sie in passenden und verschiedenen Kontexten zunächst systematisch aufzubauen und zu generalisieren – fair für Mensch und Hund. </span></p>
<p class="p1" style="text-align: left;"><strong><span class="s1">Selbstwirksamkeit des Hundes</span></strong></p>
<p class="p1" style="text-align: left;"><span class="s1">Ein weiterer zentraler Bestandteil meiner Arbeit ist es, die Selbstwirksamkeit des Hundes zu fördern. Ein Hund ist dann selbstwirksam, wenn er versteht, welches Verhalten zum Erfolg führt – und wie er ggf. einer Strafe entgehen kann. So lernt er nicht nur, Regeln zu befolgen, sondern auch, sie aktiv anzuwenden. Vor einer Korrektur steht bei mir immer die Information: Der Hund weiß durch vorangegangenes Training, welches Verhalten richtig wäre – und kann sich dann bewusst entscheiden. Strafe bedeutet bei mir niemals Willkür. Sie ist eine Folge, nicht eine Reaktion aus dem Affekt. Wenn ein Hund weiß, dass er durch Orientierung ein unerwünschtes Verhalten vermeiden kann, erlebt er Korrekturen nicht als bedrohlich und unfair. Das stärkt nicht nur die Fairness im Training, sondern auch das Vertrauen zwischen Mensch und Hund.</span></p>
<p class="p1" style="text-align: left;"><span class="s1">Für mich bedeutet planvolles Training, Verantwortung zu übernehmen. Ich plane nicht nur, was ich trainiere – sondern wann, wie und wo. Ich nehme Rücksicht auf das Lernvermögen des Hundes, auf die Lebensrealität des Menschen und auf das Zusammenspiel beider. Ich unterscheide Training und Management, arbeite an der Beziehungsqualität, schule die Selbstwirksamkeit des Hundes und helfe den Menschen das eigene Verhalten zu reflektieren.</span></p>
<p class="p1" style="text-align: left;"><span class="s1">Denn nur wer als Mensch klar in seinen Entscheidungen ist, kann auch ein klarer Anker für seinen Hund sein. Planvolles Training ist keine Methode – es ist eine Haltung. </span></p></div>
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		<title>Aggressionsverhalten bei Hunden- Was steckt eigentlich dahinter?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carina Scheller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Mar 2025 19:52:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aggression bei hunden]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: left;">Aggressionsverhalten bei Hunden ist ein vielschichtiges Thema, das oft missverstanden wird. Bevor eine genaue Analyse des Aggressionsgrundes erfolgen kann, muss zunächst sichergestellt werden, dass es sich tatsächlich um Aggression handelt. Verschiedene andere Verhaltensweisen können ähnlich aussehen, sind aber inhaltlich nicht dasselbe. Dazu gehören:</p>
<p style="text-align: left;"><strong>&#8211; Jagdverhalten<br /></strong><strong data-start="589" data-end="607">&#8211; Spielverhalten<br /></strong><strong data-start="610" data-end="650">&#8211; Stressbedingte Übersprungshandlungen</strong></p>
<p data-start="652" data-end="935" style="text-align: left;">Viele Hundebesitzer setzen bestimmte Verhaltensweisen vorschnell mit Aggression gleich, was jedoch fachlich nicht korrekt ist. Erst durch eine genaue Beobachtung lässt sich feststellen, ob das Verhalten tatsächlich auf Aggression beruht oder ob eine andere Motivation dahintersteckt.</p>
<p data-start="652" data-end="935" style="text-align: left;"><strong data-start="945" data-end="1016">Jagdverhalten – Kein aggressives Verhalten im eigentlichen Sinne</strong></p>
<p data-start="1018" data-end="1252" style="text-align: left;">Ein häufiger Irrtum ist die Verwechslung von Jagdverhalten mit Aggression. Jagdverhalten gehört zum Funktionskreis der Nahrungsbeschaffung und dient nicht der sozialen Kommunikation, wie es bei aggressivem Verhalten der Fall ist.</p>
<p data-start="1495" data-end="1849" style="text-align: left;">Besonders problematisch wird dieses Verhalten, wenn es sich auf Menschen, andere Hunde oder Fahrzeuge überträgt. Manche Hunde zeigen fehlgeleitetes Jagdverhalten und reagieren auf rennende Kinder, Fahrradfahrer oder kleinere Hunde. In solchen Fällen ist es wichtig, durch gezieltes Training und Management das Verhalten in kontrollierte Bahnen zu lenken.</p>
<p data-start="1851" data-end="2093" style="text-align: left;">Ein eindeutiges Merkmal für Jagdverhalten ist der fehlende kommunikative Bezug zur Umwelt: Während ein aggressiver Hund auf die Reaktion seines Gegenübers achtet, ist ein jagender Hund ausschließlich auf die Verfolgung der „Beute“ fokussiert.</p>
<p style="text-align: left;"><strong data-start="3471" data-end="3531">Spielverhalten – Wenn Aggression spielerisch aussieht</strong></p>
<p data-start="3532" data-end="3710" style="text-align: left;">Hunde nutzen im Spiel Elemente aus verschiedenen Verhaltenskreisen, darunter auch aus dem Bereich der Aggression. Daher kann spielerische Aggression leicht missverstanden werden. (Achtung: auch ein Spiel kann kippen!)</p>
<h4 data-start="3712" data-end="3755" style="text-align: left;">Merkmale von echtem Spielverhalten:</h4>
<ul data-start="3756" data-end="4067" style="text-align: left;">
<li data-start="3756" data-end="3783">Entspannte Stimmung</li>
<li data-start="3784" data-end="3841">Schnelle, unvorhersehbare Wechsel der Spielmuster</li>
<li data-start="3842" data-end="3886">Übertriebene Gesten (Bewegungsluxus)</li>
<li data-start="3887" data-end="3954">Spielsignale wie Spielgesicht oder Vorderkörpertiefstellung</li>
<li data-start="3955" data-end="3988">Hohes, auffälliges Bellen</li>
<li data-start="3989" data-end="4067">Handicap-Verhalten (bewusstes Nachgeben eines stärkeren Spielpartners)</li>
</ul>
<p data-start="4069" data-end="4364" style="text-align: left;">Welpen und Junghunde zeigen spielerische Aggression, um Beißhemmung und soziale Grenzen zu lernen. Falls ein Hund im Spiel übermäßig grob wird, sollte das Spiel beendet werden und das Verhalten darf korrigiert werden.</p>
<h4 data-start="4692" data-end="4733" style="text-align: left;"><strong data-start="4695" data-end="4733">Stress und Übersprungsverhalten</strong></h4>
<p data-start="4734" data-end="4989" style="text-align: left;">Hunde können aufgrund von Stress Verhaltensweisen zeigen, die aggressiv wirken, jedoch eine andere Ursache haben. Diese sogenannten <strong data-start="4866" data-end="4891">Übersprungshandlungen</strong> entstehen, wenn der Hund in einer für ihn unangenehmen Situation keine passende Strategie findet.</p>
<h4 data-start="4991" data-end="5025" style="text-align: left;">Typische Stressreaktionen:</h4>
<ul data-start="5026" data-end="5205" style="text-align: left;">
<li data-start="5026" data-end="5093">Hochspringen und Beißen in Kleidung oder Arme des Besitzers</li>
<li data-start="5094" data-end="5139">Lautes Vokalisieren (Bellen, Winseln)</li>
<li data-start="5140" data-end="5205">Unkontrolliertes Verhalten ohne klaren Bezug zur Umgebung</li>
</ul>
<p data-start="5207" data-end="5516" style="text-align: left;">Da das Verhalten nicht kommunikativ gemeint ist, sondern dem Stressabbau dient, sollte in solchen Fällen die Ursache des Stresses identifiziert und reduziert werden. Wird die stressauslösende Situation nicht entschärft, kann sich das Verhalten verfestigen und für Hund sowie Halter zunehmend belastend werden.</p>
<h3 data-start="600" data-end="639" style="text-align: left;"><strong data-start="603" data-end="637">Warum zeigen Hunde Aggression?</strong></h3>
<p data-start="640" data-end="1041" style="text-align: left;">Aggressives Verhalten dient zunächst ganz grob gesagt der Distanzvergrößerung.<br />Dabei gibt es verschiedene Ursachen, die von Angst über Frustration bis hin zu Schutzverhalten reichen. Wichtig ist: die individuelle Persönlichkeit, die Genetik, gemachte Erfahrungen und das Umfeld spielen hier eine entscheidende Rolle.</p>
<p data-start="1043" data-end="1110" style="text-align: left;">Lass uns einen Blick auf einige Aggressionsformen werfen:</p>
<h4 data-start="1112" data-end="1147" style="text-align: left;"><strong data-start="1116" data-end="1145">1. Selbstschutzaggression</strong></h4>
<p data-start="1148" data-end="1710" style="text-align: left;">Diese Art der Aggression ist furcht- oder angstmotiviert. Der Hund fühlt sich bedroht und sieht keine andere Möglichkeit, als sich zu verteidigen.<br data-start="1294" data-end="1297" /><strong data-start="1300" data-end="1328">Angstbasierte Aggression</strong>: Hunde, die unter Angst leiden, frieren oft ein, zeigen kein Erkundungsverhalten und können sich nicht lösen oder fressen. Wenn sie sich in die Enge getrieben fühlen, können sie plötzlich aggressiv reagieren.<br data-start="1537" data-end="1540" /><strong data-start="1543" data-end="1572">Furchtbasierte Aggression</strong>: Hier gibt es einen konkreten Auslöser. Der Hund kann nicht ausweichen und entscheidet sich daher für Angriff oder defensive Drohungen.</p>
<p data-start="1712" data-end="1913" style="text-align: left;">Selbstschutzaggression kann gegenüber Menschen und Artgenossen auftreten und sollte nicht unterschätzt werden. Gerade Panikreaktionen können gefährlich werden, wenn der Hund keinen Ausweg mehr sieht.</p>
<h4 data-start="1915" data-end="1953" style="text-align: left;"><strong data-start="1919" data-end="1951">2. Statusbedingte Aggression</strong></h4>
<p data-start="1954" data-end="2322" style="text-align: left;">Früher als „Dominanzaggression“ bezeichnet (ein Begriff, der mittlerweile überholt ist), beschreibt diese Form der Aggression Konflikte, die zur Klärung sozialer Strukturen genutzt werden.<br data-start="2142" data-end="2145" />💡 Ein Hund kann beispielsweise testen, wie weit er gehen kann, indem er bestimmte Grenzen überschreitet oder versucht, seine eigenen Rechte innerhalb der Gruppe zu erweitern.</p>
<p data-start="2324" data-end="2550" style="text-align: left;">Besonders innerhalb eines Haushalts oder bei Mehrhundehaltung kann es zu dieser Form der Aggression kommen. Aber auch gegenüber fremden Hunden kann ein Hund dieses Verhalten zeigen, wenn er eine neue Beziehung klären möchte.</p>
<h4 data-start="2552" data-end="2587" style="text-align: left;"><strong data-start="2556" data-end="2585">3. Ressourcenverteidigung</strong></h4>
<p data-start="2588" data-end="3070" style="text-align: left;">Viele Hundebesitzer haben schon erlebt, dass ihr Hund sein Futter, einen Knochen oder ein Spielzeug verteidigt. Doch das ist zunächst einmal ein natürliches Verhalten.<br data-start="2755" data-end="2758" />&#8211; Die Wertigkeit einer Ressource ist dabei individuell unterschiedlich:<br data-start="2830" data-end="2833" />&#8211; Ist eine Ressource selten, steigt ihr Wert für den Hund.<br data-start="2891" data-end="2894" />&#8211; Der eigene Bedarf bestimmt ebenfalls, wie stark die Verteidigung ausfällt.<br data-start="2970" data-end="2973" />&#8211; Neuheit spielt eine Rolle – neue Spielzeuge werden oft intensiver verteidigt als altbekannte.</p>
<p data-start="3072" data-end="3250" style="text-align: left;">Konflikte um Ressourcen treten oft in Mehrhundehaltung auf, aber auch gegenüber Menschen, wenn ein Hund schlechte Erfahrungen gemacht hat oder ihm oft Dinge weggenommen wurden.</p>
<h4 data-start="3252" data-end="3293" style="text-align: left;"><strong data-start="3256" data-end="3291">4. Sozial-motivierte Aggression</strong></h4>
<p data-start="3294" data-end="3631" style="text-align: left;">Hunde können nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Sozialpartner verteidigen. Das kann der Besitzer sein, ein Artgenosse oder sogar ein anderes Tier im Haushalt.<br data-start="3458" data-end="3461" />Bestimmte Rassen wurden gezielt für den Schutz gezüchtet (z. B. Malinois, Rottweiler, Deutsche Schäferhunde) und zeigen dieses Verhalten oft ausgeprägter als andere.</p>
<p data-start="3633" data-end="3788" style="text-align: left;">Hier ist es wichtig, als Halter eine klare Führung zu übernehmen, um den Hund nicht in eine selbstständige Verantwortung zu bringen, die ihn überfordert.</p>
<h4 data-start="3790" data-end="3823" style="text-align: left;"><strong data-start="3794" data-end="3821">5. Territorialverhalten</strong></h4>
<p data-start="3824" data-end="4164" style="text-align: left;">Ein Hund verteidigt nicht nur sein Zuhause, sondern oft auch Auto, Garten oder sogar bestimmte Spazierwege. Diese tief verankerte Verhaltensweise dient dazu, Eindringlinge fernzuhalten und Ressourcen zu sichern. Ein Problem entsteht jedoch, wenn der Hund nicht zwischen echten Bedrohungen und normalen Besuchern unterscheiden kann.</p>
<h4 data-start="4166" data-end="4208" style="text-align: left;"><strong data-start="4170" data-end="4206">6. Sexuell-motivierte Aggression</strong></h4>
<p data-start="4209" data-end="4505" style="text-align: left;">Diese Form der Aggression ist hormonell bedingt und tritt meist bei unkastrierten Rüden gegenüber anderen intakten Rüden auf – insbesondere in Anwesenheit einer läufigen Hündin.<br data-start="4386" data-end="4389" />Auch Hündinnen können in der hormonell aktiven Phase aggressiv auf gleichgeschlechtliche Artgenossen reagieren.</p>
<h4 data-start="4507" data-end="4551" style="text-align: left;"><strong data-start="4511" data-end="4549">7. Frustrationsbedingte Aggression</strong></h4>
<p data-start="4552" data-end="4837" style="text-align: left;">Kann ein Hund nicht das tun, was er möchte (z. B. an einen anderen Hund herankommen, ein Objekt erreichen), kann Frustration entstehen. Besonders häufig tritt das bei Hunden auf, die an der Leine aggressiv reagieren oder wenn sie im Training zu stark unter Druck gesetzt werden.</p>
<h4 data-start="4839" data-end="4875" style="text-align: left;"><strong data-start="4843" data-end="4873">8. Umgerichtete Aggression</strong></h4>
<p data-start="4876" data-end="5149" style="text-align: left;">Hierbei richtet sich die Aggression gegen ein anderes Ziel als den eigentlichen Auslöser.<br data-start="4965" data-end="4968" />💢 Beispiel: Ein Hund sieht einen Artgenossen, den er nicht leiden kann, ist aber angeleint. Da er diesen nicht erreichen kann, dreht er sich um und schnappt nach seinem Besitzer.</p>
<h4 data-start="5151" data-end="5188" style="text-align: left;"><strong data-start="5155" data-end="5186">9. Umadressierte Aggression</strong></h4>
<p data-start="5189" data-end="5382" style="text-align: left;">Ein Hund wird von einem stärkeren Hund gemaßregelt, kann sich aber nicht wehren – stattdessen sucht er sich ein leichteres Ziel und leitet die Aggression an einen rangniedrigeren Hund weiter.</p>
<p data-start="5189" data-end="5382" style="text-align: left;"><strong data-start="2008" data-end="2051">Aggression ist nicht gleich Aggression.</strong><span> Es gibt unterschiedliche Formen mit jeweils eigenen Ursachen, Ausdrucksweisen und Konsequenzen. Die folgende Übersicht beschreibt die verschiedenen Aggressionsformen und ihre Merkmale, um ein besseres Verständnis für die Mechanismen dieses Verhaltens zu ermöglichen. </span></p>
<p data-start="5189" data-end="5382" style="text-align: left;"><span>Hast du Fragen oder zeigt dein Hund vielleicht Verhaltensweisen, die du nicht einschätzen kannst? Dann melde dich gerne bei mir und wir schauen uns euren individuellen Weg gemeinsam an!</span></p></div>
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		<title>Rücksichtsvoll unterwegs mit Hund</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carina Scheller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jan 2025 20:42:02 +0000</pubDate>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Tipps für ein rücksichtsvolles Miteinander</h2>
<p style="text-align: justify;">Das Ansehen und die Anerkennung von Hunden in der Gesellschaft liegt nicht im Verhalten des Hundes, sondern im Verhalten des Hundehalters. Wer rücksichtsvoll mit seinem Hund in Wald und Flur unterwegs ist, trägt zur Akzeptanz und dem Ansehen von Hunden bei! Ein schönes Ziel, wie ich finde!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong><br /><strong>KONTAKTAUFNAHME ERFRAGEN</strong><br />Es gibt viele Gründe, die gegen eine Kontaktaufnahme sprechen. So könnte der andere Hund aufgrund seines Alters Schwierigkeiten mit anderen Hunden haben oder aber es besteht eine Krankheit, die vielleicht sogar ansteckend ist. Auch eine noch frische OP-Narbe kann einen direkten Kontakt für das Gegenüber überfordernd sein. Uns so manches Mal befindet sich das andere Mensch-Hund-Team gerade im Training und möchte eben genau das trainieren: Vorbeigehen, ohne jeden zu begrüßen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Bedenke!</strong> Lasse ich den Hund immer zu anderen hin, interpretieren viele daraus, dass sie die wichtige Rolle des „Kontrolleurs“ übernehmen müssen. Sie bekommen dadurch eine Verantwortung aufs Auge gedrückt, derer sie gar nicht gewachsen sind. KOMMT ALSO EIN ANGELEINTER HUND AUF DICH ZU, SPARE DIR BITTE DIE KONTAKTAUFNAHME!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>FÜTTERE NUR DEINEN EIGENEN HUND</strong><br />Viele Hunde haben eine Unverträglichkeit gegen bestimmte Lebensmittel. Die Ursachen dafür können vielfältig sein. Um niemandem zu schaden, sollte es selbstverständlich sein, andere Hunde nicht zu füttern.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>HILF ANDEREN BEI IHREM TRAINING</strong><br />Kommt ein fremder Hund ungefragt zu dir gelaufen, obwohl er abgerufen wird, unterstütze den Halter: schicke den Hund weg oder ignoriere ihn zumindest. In jedem Trainings kommt es vor, dass der Rückruf (noch) nicht sicher funktioniert &#8211; wenn der Hund damit durchkommt und durch Deine Aufmerksamkeit belohnt wird, ist das kontraproduktiv. Sorge dafür, dass der Hund keinen Erfolg verbuchen kann. Im besten Fall ignorierst du den Hund einfach.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>ANGST ANDERER RESPEKTIEREN</strong><br />Für dich ist es ganz bestimmt der süßeste Hund der Welt, der keiner Fliege etwas zu leide tut. Manche Menschen haben jedoch schlichtweg Angst vor frei laufenden Hunden. Respektiere die Gefühle anderer und leine deinen Hund stets an, wenn du fremden Menschen begegnest. Das ist eine Geste des Respekts, die besonders Jogger und Kinder zu schätzen wissen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>DIE WEGE GEHÖREN DIR</strong><br />Im Freien darf sich dein Hund auf Wegen frei bewegen. Felder und Weiden werden jedoch für den Anbau der für uns so wichtigen Lebensmittel benutzt. Hunde sollten von Beginn an lernen, ausschließlich auf dem Weg zu bleiben.  Die Wahrscheinlichkeit, ein Kaninchen oder anderes Wild aufzuscheuchen und diesem hinterherzujagen ist außerhalb von befestigten Wegen zudem ungleich höher.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>JAGEN VERBOTEN</strong><br />Lasse Deinen Hund keine Tiere hetzen! Auch wenn der Hund den Hasen sowieso nicht kriegt, der Hase empfindet echte Todesangst. Das sollten wir zur Bespaßung unseres Hundes keinesfalls in Kauf nehmen. Deinen Hund nicht über Felder rennen zu lassen, ist der erste Schritt zur Prävention.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>MARKIERVERHALTEN VON HUNDEN</strong><br />Vor allem Rüden lieben es, überall ihre „Unterschrift“ in Form von Urin zu hinterlassen. Sie pinkeln dabei jedoch an fremdes Eigentum: restaurierte Fassaden, Sitzbänke, Autoreifen und Blumenbeete. Wenn Du dies an deinem Gartenzaun nicht schön findest, solltest auch Du darauf achten, dass Dein Hund dies unterlässt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>SICHER UNTERWEGS</strong><br />Hunde müssen beim Mitfahren im Auto gesichert werden &#8211; durch eine Hundebox oder ein festes Gitter im Kofferraum. Auch eigens für Hunde entwickelte Anschnallgurte verhindern, dass der Hund wie ein „Geschoss“ durch das Auto fliegt und dich oder andere gefährdet.</p></div>
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		<title>Stubenreinheitstraining für Welpen &#8211; Tipps und Anleitung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carina Scheller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Nov 2024 19:57:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Carinas Hundeschule]]></category>
		<category><![CDATA[Hundeschule]]></category>
		<category><![CDATA[Welpenschule]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Stubenreinheitstraining für Welpen – Tipps und Anleitung</h2>
<p style="text-align: justify;">Der Einzug eines Welpen ist für jeden Hundehalter ein besonderes Erlebnis. Nun steht eine der ersten und wichtigsten Aufgaben an: den neuen Vierbeiner stubenrein zu bekommen. Mit ein paar einfachen Regeln und Geduld kann dies gut gelingen. In diesem Artikel erkläre ich dir, wie du deinen Welpen sanft und effektiv an seine &#8222;Toilette&#8220; im Freien gewöhnen kannst.</p>
<h3 style="text-align: justify;">1. Erste Schritte für das Stubenreinheitstraining</h3>
<p style="text-align: justify;">Zu Beginn sollte der Welpe alle zwei Stunden nach draußen gebracht werden. Das ist besonders wichtig in den ersten Wochen, da der kleine Hund noch nicht gelernt hat, seine Blase zu kontrollieren. Platziere den Welpen am besten auf einem Untergrund, auf dem er auch später seine Geschäfte verrichten soll, wie z.B.:</p>
<ul>
<li style="text-align: left;"><strong>Gras</strong></li>
<li style="text-align: left;"><strong>Lehm</strong></li>
<li style="text-align: left;"><strong>Asphalt</strong></li>
<li style="text-align: left;"><strong>Erde oder Waldboden</strong></li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Welpen lernen während der ersten Lebensphase besonders gut und verbinden Lob mit bestimmten Handlungen. Achte deshalb darauf, dass du ihn von Anfang an an den gewünschten Ort bringst, damit er diesen später bevorzugt. Wenn du ihn z.B. auf Zeitungen pinkeln lässt, wird er dies als „Toilette“ verinnerlichen und kann Schwierigkeiten haben, sich auf anderen Untergründen zu lösen. Ich rate also für ein Training zur Stubenreinheit davon ab, Zeitungen im Wohnzimmer auszulegen!</p>
<h3 style="text-align: justify;">2. Passende Zeiten für das Training nutzen</h3>
<p style="text-align: justify;">Neben dem regelmäßigen Gassigehen im Abstand von etwa zwei Stunden solltest du den Welpen auch sofort nach bestimmten Aktivitäten hinausbringen. Die besten Zeiten dafür sind direkt nach dem:</p>
<ul>
<li style="text-align: left;"><strong>Spielen</strong></li>
<li style="text-align: left;"><strong>Fressen</strong></li>
<li style="text-align: left;"><strong>Schlafen</strong></li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Warte nicht lange, sondern gehe sofort mit dem Welpen nach draußen – so lernt er schnell, dass das „Geschäft machen“ an der frischen Luft erwünscht ist.</p>
<h3 style="text-align: justify;">3. „Geschäft machen“ auf Signal setzen</h3>
<p style="text-align: justify;">Es kann hilfreich sein, wenn dein Hund lernt, sein Geschäft auf ein Signalwort zu verrichten. Wenn der Welpe draußen sein Geschäft erledigt, lobe ihn überschwänglich und setze ein Signal wie „Mach Pipi“ ein – idealerweise kurz bevor er sich hinsetzt. Nach einigen Wiederholungen kann der Hund lernen, auf dein Signal zu reagieren. Dieses Training ist nicht nur praktisch für den Alltag, sondern auch in Situationen, in denen der Hund an bestimmten Stellen sein Geschäft verrichten soll.</p>
<h3 style="text-align: justify;">4. Wenn ein Missgeschick passiert</h3>
<p style="text-align: justify;">Findest du Urin oder Kot deines Welpen in der Wohnung, wische ihn ohne Kommentar weg. Strafen oder Schimpfen helfen hier nicht, da der Hund den Zusammenhang nicht verstehen kann. Reinige die Stelle mit Essigwasser oder enzymatischen Reinigern aus dem Zoofachhandel. So verhinderst du, dass der Geruch den Welpen animiert, an derselben Stelle erneut sein Geschäft zu machen.</p>
<h3 style="text-align: justify;">5. Sofort reagieren, wenn du ihn „erwischst“</h3>
<p style="text-align: justify;">Falls du den Welpen auf frischer Tat ertappst, kannst du ihn mit einem deutlichen „NEIN“ oder einem kurzen Händeklatschen unterbrechen. Dies dient nicht als Strafe, sondern soll den Hund kurz erschrecken, damit er den Vorgang unterbricht. Danach trägst du ihn direkt an die gewünschte Stelle im Freien. Dort kann er sein Geschäft beenden, während du ihn lobst. So lernt er schnell, dass „draußen“ der richtige Ort dafür ist.</p>
<h3 style="text-align: justify;">6. Rhythmus und Nachtruhe trainieren</h3>
<p style="text-align: justify;">In der Nacht ist es wichtig, den Welpen nicht an einen zu häufigen Wach-Rhythmus zu gewöhnen. Ein Wecker, der alle zwei Stunden klingelt, ist daher weniger ratsam. Stattdessen kannst du den Welpen in eine Box oder einen kleinen Bereich neben deinem Bett legen.</p>
<p style="text-align: justify;">Muss der Welpe sich lösen, wird er versuchen, herauszukommen, und du kannst ihn nach draußen bringen. Alternativ kannst du den Welpen anleinen und das Ende der Leine am Handgelenk befestigen. So bemerkst du, wenn er unruhig wird. Falls du ihn nicht im Schlafzimmer haben möchtest, sollte ein Familienmitglied in der Nähe des Welpen schlafen und den Abstand später schrittweise vergrößern.</p>
<h3 style="text-align: justify;">7. Geduld und Flexibilität – Jeder Hund braucht seine Zeit</h3>
<p style="text-align: justify;">Wann ein Hund tatsächlich stubenrein ist, lässt sich schwer voraussagen. Manche Welpen brauchen einige Monate, andere lernen schneller. Sollte der Hund plötzlich Rückschritte machen, konsultiere bitte einen Tierarzt, um medizinische Ursachen wie eine Blasenentzündung auszuschließen.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch erwachsene Hunde aus dem Tierschutz oder solche, die nie stubenrein waren, können das Training noch lernen. In diesen Fällen solltest du genauso geduldig und strukturiert vorgehen wie bei einem Welpen.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Fazit</h3>
<p style="text-align: justify;">Stubenreinheitstraining erfordert Geduld und Konsequenz. Mit regelmäßigen Gassigeh-Zeiten, und einem klaren Rhythmus lernt dein Welpe schnell, wo er sich lösen darf und wo nicht. Denke immer daran: Jeder Hund ist einzigartig und entwickelt sich in seinem eigenen Tempo.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit liebevoller Geduld und ein paar klaren Regeln steht einer erfolgreichen Stubenreinheit nichts im Wege.</p>
<div style="height: 30px; text-align: left;" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer">Ich wünsche dir eine wunderbare und spannende Zeit mit deinem Welpen!</div></div>
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		<title>Verstärker und Strafen im Hundetraining</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carina Scheller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Oct 2024 10:26:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[hunde]]></category>
		<category><![CDATA[Hundetraining]]></category>
		<category><![CDATA[Lerntheorie]]></category>
		<category><![CDATA[Strafen]]></category>
		<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[Verhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Verstärker]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2 class="wp-block-heading" style="text-align: justify;">Verstärker und Strafen im Hundetraining</h2>
<p style="text-align: left;">Die Diskussion über Belohnung und Bestrafung im Hundetraining ist immer wieder ein emotionales Thema. Viele Hundebesitzer wünschen sich, dass ihre Hunde ausschließlich über Belohnungen trainiert werden. Übrigens, in der Wissenschaft sprechen wir nicht nur von Belohnungen, sondern von <strong>Verstärkern</strong>. Verstärkung bedeutet, dass ein Verhalten häufiger auftritt – das ist der zentrale Begriff in der Lerntheorie.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Verstärkung und Strafe: Die Grundlagen verstehen</strong></p>
<p style="text-align: left;">Bevor wir uns mit der Frage beschäftigen, wie Verstärkung und Strafe im Hundetraining eingesetzt werden, ist es wichtig zu verstehen, was diese Begriffe bedeuten. Beide Begriffe beschreiben <strong>Konsequenzen auf das Verhalten</strong> eines Hundes, die entweder dazu führen, dass dieses Verhalten häufiger oder seltener auftritt. Aus der Sicht von Hundebesitzern ist der Wunsch nachvollziehbar, erwünschtes Verhalten des Hundes durch positive Verstärkung zu fördern. Doch ein Training, das ausschließlich auf Verstärkung setzt und Strafen völlig außen vor lässt, ist nicht realistisch – und auch nicht sinnvoll.</p>
<p style="text-align: left;">Warum? Weil Hunde nicht nur lernen müssen, <strong>welches Verhalten erwünscht</strong> ist, sondern auch, welches Verhalten <strong>unerwünscht</strong> ist. Ohne klare Regeln und Grenzen (die für unsere Vierbeiner innerhalb einer Gruppe übrigens enorm wichtig und überlebensnotwendig sind), kann der Hund in unserer von Menschen geprägten Welt schwer zurechtkommen. Regeln schaffen Sicherheit und Struktur – sowohl für den Hund als auch für den Menschen. In einem sozialen Verband, wie wir ihn mit unseren Hunden bilden, ist es entscheidend, dass alle Mitglieder entsprechende Regeln befolgen, um Harmonie und Sicherheit zu gewährleisten.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Was sind Verstärker und Strafen im Hundetraining?</strong></p>
<p style="text-align: left;">Im Hundetraining unterscheiden wir zwischen positiven und negativen Verstärkern sowie positiven und negativen Strafen. Dabei stehen „positiv“ und „negativ“ nicht für gut oder schlecht, sondern für das Hinzufügen (positiv) oder Wegnehmen (negativ) eines Reizes. Wichtig ist immer, dass der Empfänger, also der Hund entscheidet, was er als angenehm oder unangenehm empfindet – das macht die Anwendung so individuell.</p>
<ul style="text-align: left;">
<li><strong>Positive Verstärkung</strong>: Ein angenehmer Reiz wird hinzugefügt. Beispiel: Der Hund setzt sich, und als Belohnung bekommt er ein Leckerli.</li>
<li><strong>Negative Verstärkung</strong>: Ein unangenehmer Reiz wird entfernt. Beispiel: Der Druck auf den Rücken des Hundes wird aufgehoben, sobald er sich setzt – der Hund empfindet dies als Erleichterung.</li>
<li><strong>Positive Strafe</strong>: Ein unangenehmer Reiz wird hinzugefügt. Beispiel: Der Hund zieht an der Leine, und es erfolgt ein Ruck, der als unangenehm empfunden wird, um das Verhalten (das Ziehen) zu verringern.</li>
<li><strong>Negative Strafe</strong>: Ein angenehmer Reiz wird weggenommen. Beispiel: Der Welpe beißt beim Spielen in die Hose, und das Spiel wird sofort beendet, um das unerwünschte Verhalten zu reduzieren.</li>
</ul>
<p style="text-align: left;"><strong>Verstärkung und Strafen sind unvermeidbar</strong></p>
<p style="text-align: left;">Verstärker setzen wir gezielt ein, um gewünschtes Verhalten zu fördern, vor allem in der Anlernphase des Hundes, also wenn es darum geht, dem Hund ein neues Verhalten beizubringen. Hier macht es Sinn, erwünschtes Verhalten wie das „Sitz“ häufig positiv zu verstärken – zum Beispiel durch Leckerli, Streicheleinheiten, Spiel, soziales Lob&#8230; Voraussetzung ist, dass der Hund die Verstärkung auch als angenehm empfindet.</p>
<p style="text-align: left;">Strafen setzen wir ein, um unerwünschtes Verhalten zu reduzieren. Wichtig ist, dass der Hund versteht, was von ihm erwartet wird. Bevor eine positive Strafe wie zum Beispiel ein Leinenruck eingesetzt wird, sollte der Hund gelernt haben, wie er sich korrekt an der Leine verhält. Ansonsten wäre die Strafe nicht nur unfair, sondern auch ineffektiv. Übrigens handelt es sich hier um ein Beispiel für ein besseres Verständnis. Ein Leinenruck ist nicht die Lösung für eine gute Leinenführigkeit! 😉  Bei einer positiven Strafe wird also etwas hinzugefügt, was der Hund als unangenehm empfindet.</p>
<p style="text-align: left;">Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass <strong>Strafen im Hundetraining nichts mit Gewalt zu tun</strong> haben (sollten). Gewalt hat in der Erziehung von Hunden keinen Platz. Strafen sorgen (aus Sicht der Lerntheorie) lediglich dafür, dass ein Verhalten weniger häufig gezeigt wird. Oft setzen wir Strafen sogar unbewusst ein, zum Beispiel wenn ein erwartetes Leckerli ausbleibt. Lerntheoretisch gesehen handelt es sich dabei um eine negative Strafe – der Hund hat etwas Angenehmes erwartet, und es wurde ihm entzogen. An der Stelle möchte ich also nochmals betonen, dass ein Training, ohne das unbewusste Einsetzen einer Strafe, theoretisch nicht möglich ist.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Fazit: Ein ausgewogenes Training</strong></p>
<p style="text-align: left;">Im Hundetraining ist es weder möglich noch sinnvoll, auf Verstärker oder Strafen vollständig zu verzichten. Beide Mechanismen sind natürliche Bestandteile jedes Trainings. Verstärker helfen uns, erwünschtes Verhalten zu fördern, während Strafen dazu dienen, unerwünschtes Verhalten zu minimieren. Der Schlüssel liegt darin, beides <strong>zielgerichtet und bewusst</strong> einzusetzen, um unseren Hunden die Regeln und Strukturen zu vermitteln, die sie für ein harmonisches Zusammenleben mit uns Menschen brauchen.</p>
<p style="text-align: left;">Denn am Ende des Tages geht es darum, dass unsere Hunde lernen, sich sicher und selbstbewusst in ihrer Umwelt zu bewegen – und dafür brauchen sie klares Feedback, welches Sozialverhalten eben gewünscht ist, und welches Sozialverhalten unerwünscht ist.</p>
<p style="text-align: left;">Ich möchte an der Stelle nochnmal betonen, dass es sich um die Lerntheorie handelt. Hundetraining besteht aber aus viel mehr, als Verhalten zu verstärken oder zu strafen. Unsere Hunde lernen immer, dies sollte uns bewusst sein.</p>
<div style="height: 30px; text-align: left;" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer">Vielen Dank fürs Lesen 🙂</div></div>
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		<title>Alleine bleiben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carina Scheller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Sep 2024 14:20:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Alleine bleiben]]></category>
		<category><![CDATA[entspannt]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2 class="wp-block-heading" style="text-align: justify;">Entspannt alleine bleiben</h2>
<p><span>Unsere Hunde empfinden es oft sehr unterschiedlich, alleine zu bleiben.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span>Gerade für solche Vierbeiner, die viel Zeit mit ihren Menschen verbracht haben, z. B. durch Ferienzeit, Homeoffice usw. kann es sehr schwierig sein, sich wieder daran zu gewöhnen, über einen längeren Zeitraum alleine zu verweilen. Aber auch Hunde, die gerade erst bei ihren Besitzern eingezogen sind, haben oft Schwierigkeiten damit. Ein anderes Problem entsteht, wenn unsere Hunde nicht früh genug gelernt haben, sich ans Alleinsein zu gewöhnen. Zusätzlich fällt mir auch oft auf, dass es den Menschen teilweise schwer fällt, sich von ihren Hunden auch mal abzugrenzen. Doch hier versteckt sich der Teufel im Detail.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span>Unsere Hunde müssen schrittweise lernen, auch ohne ihren Sozialpartner auszukommen. Hunde sind ausgesprochen soziale Lebewesen. Für sie ist es in ihrer Welt nicht unbedingt normal, alleine zu sein. Daher liegt es in unserer Verantwortung, sie früh genug daran zu gewöhnen, sodass sie lernen, dass es einfach zum Leben dazu gehört.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span>Alleine bleiben gehört zu den wichtigsten Grundlagen in der Hundeerziehung. Hunde, die nicht alleine bleiben können, erleben massiven Stress und ihre Halter stehen dann häufig vor Problemen mit den Nachbarn, die Wohnungseinrichtung leidet und der Alltag der Hundehalter ist somit extrem eingeschränkt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span>Im Folgenden habe ich einige Tipps für euch, wie ihr das alleine bleiben eurem Hund erleichtern könnt:</span></p>
<ul style="text-align: justify;">
<li><span>Gewöhnt euren Hund von Anfang an an einen Liegeplatz, welcher sich im besten Fall an einen ruhigen Ort befindet. Verknüpft diesen Platz früh genug mit Ruhe und Entspannung. Falls ihr eurem Hund also etwas zum Kauen gebt, nutzt diesen Platz dafür. Kauen oder auch Schlecken fördert die Entspannung, es werden Endorphine ausgeschüttet . Ihr könnt währenddessen zum Beispiel auch </span><span>eine bestimmte Entspannungsmusik laufen lassen. So kann eine Verknüpfung zwischen dem Liegeplatz und dem Gefühl der Entspannung entstehen. Wichtig: Wiederholt dies mehrmals in der Woche, natürlich seid ihr währenddessen im Haus oder in der Wohnung  anwesend.</span></li>
<li>Integriert in euren Alltag ein „Pausensignal“. Dies kann z. B. ein Schal an der Türe sein, oder ein bestimmter Gegenstand (Halstuch, Stirnband…). Während dieser Reiz dann ausgelegt wird, wird der Hund ignoriert. Er soll lernen, dass nun keine Interaktion mit ihm stattfindet. Hat er diesen Reiz kennengelernt, könnt ihr euch diesen zu nutze machen, sobald ihr das Haus verlassen müsst. Der Hund hat dadurch keine Erwartungshaltung und weiß, dass er nun für eine gewisse Zeit ignoriert wird. Auch hier bedarf es mehrere Wiederholungen, bevor ihr mit dem Alleinebleiben beginnt!</li>
<li><span></span><span>Integriert in euren Alltag immer mal wieder kurze Einheiten, in denen der Hund alleine bleiben soll. Dies sollte sehr kleinschrittig passieren. Wechselt dafür mehrmals am Tag den Raum (ohne, dass der Hund euch jedes Mal begleitet), hier kann auch für einen Moment die Türe hinter euch zufallen. Diese wird dann unverzüglich wieder geöffnet. Dabei bleibt ihr in einer völlig neutralen Haltung, der Hund wird nicht beachtet, begrüßt oder ähnliches. Es soll von Anfang an gar kein großes Thema draus gemacht werden.</span></li>
<li><span>Die Zeitdauer kann kleinschrittig immer wieder erhöht werden. Ihr könnt damit beginnen, auch mal die Haustüre  Zu öffnen, hinter euch zu schließen und wieder hereinzukommen. Vermeidet überschwängliche Begrüßungszeromonien, ihr bauscht die Situation damit nur unnötig auf, und gebt euren Hunden das Gefühl, dass es nicht selbstverständlich ist, das Haus zwischendurch zu verlassen. Auch könnt ihr z. B. mehrmals am Tag den Haustürschlüssel in die Hand nehmen, die Schuhe anziehen o. Ä. All diese Dinge sollen völlig normal für euren Hund werden.</span></li>
<li><span>Auf keinen Fall sollte der Mensch  das Haus verlassen, wenn der Hund tief und fest schläft und nicht mitbekommt, dass der Mensch geht. Zum einen kann er dann Panik bekommen, wenn er auf wacht, zum anderen kann das dazu führen, dass er irgendwann nicht mehr zur Ruhe kommt bzw. tief schläft, weil er Sorge hat, dass sein Besitzer geht.<br /></span>Beginnt mit kurzen Einheiten. Der Hund sollte keine Stresssignale zeigen, sobald ihr wieder hereinkommt.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><span>Viel Spaß beim Üben!<br /><strong><br />Disclaimer:</strong> Das auf dieser Seite verwendete Bild zeigt eine Bulldogge. Leider zählt diese Hunderasse zu den sogenannten Qualzuchten. Das bedeutet, dass diese Hunde oft unter gesundheitlichen Problemen leiden, die durch züchterische Übertreibungen entstanden sind.<br /></span></p></div>
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